Brennpunkt Haushalt - von A wie Adventskranz bis Z wie Zigarette

Die Brandgefahr in privaten Haushalten wird in Deutschland leider immer noch unterschätzt. Nur etwa 5 Prozent der Haushalte sind mit wirksamem Brandschutz wie Rauchmeldern ausgestattet!

Dabei können auch Sie in Ihrem eigenen Zuhause auf den ersten Blick zahlreiche Gefahrenquellen für Brände entdecken. Neben der normalen Wohnungseinrichtung mit Möbeln, Teppichen und Vorhängen sind es die vielen elektrischen Anlagen und technischen Geräte in unserem Haushalt, die einen Brand verursachen können.

Kabelsalat und Billig-Geräte

Feuer

Typische Brandursachen sind durch Mehrfachsteckdosen und Verlängerungskabel überlastete Stromkreise oder Wackelkontakte in Steckdosen und Geräten. Auch verschmutzte Stecker, geknickte oder brüchige Stromkabel können sich erhitzen oder einen Kurzschluss auslösen und in Brand geraten.

Ein gefährlicher Hitzestau entsteht, wenn Sie Elektrogeräten die Luft zum „Atmen“ nehmen, indem Sie mehrere Geräte übereinander stellen oder die Lüftungsschlitze mit Gegenständen abdecken.
Läuft bei Ihnen zu Hause pausenlos der Fernseher? Auch bei Dauerbetrieb können sich Geräte überhitzen und so ein Feuer auslösen.

CD-Spieler, Fön oder Tischgrill: Greifen Sie beim Kauf von Elektrogeräten schon einmal zu den günstigeren Produkten – ohne Prüfsiegel? Wegen mangelnder Qualität und schlechter Verarbeitung können diese Produkte aber oft leicht in Flammen aufgehen.

Küche, Keller und Kinder

Das Telefon klingelt, während Sie beim Kochen oder Bügeln sind? Schnell ist man durch das Telefongespräch abgelenkt und vergisst, den Topf von der heißen Herdplatte zu nehmen oder das Bügeleisen in seine Halterung zurück zu stellen. Nun kann blitzschnell ein Ernst zu nehmender Wohnungsbrand entstehen.

Kraftstoffe, Verdünner, Farben und Lacke, Autoreifen, Papier oder Holz – von solchen leicht entzündlichen Materialien, die im Keller, im Heizungsraum oder in der Garage lagern, gehen ebenfalls eine große Brandgefahr und sogar Explosionsgefahr aus.
Eine erhitzte Spraydose zum Beispiel, die in der Sonne oder zu nahe am Heizkörper stand, ist ein wahrer Sprengkörper –  wenn sie zerplatzt, kann die Druckwelle schwere Schäden in der Wohnung anrichten.

Achtlos in der Wohnung liegen gelassene Streichhölzer und Feuerzeuge oder unbeaufsichtigt brennende Kerzen laden Kinder schnell zum gefährlichen Spiel mit dem Feuer ein. Aus dem heimlichen Zündeln kann ein Brand mit verheerenden Folgen entstehen.

O Tannenbaum…

Und alle Jahre wieder machen wir es uns zur Weihnachtszeit mit Kerzen auf dem Adventskranz und am Weihnachtsbaum so richtig gemütlich. Der unachtsame Umgang mit Kerzen und der Weihnachtsdekoration kann jedoch schnell zu einem Feuer in der Wohnung führen.

„Nur noch eine letzte Zigarette…“

Quelle: office.microsoft.com
Rauchen

Wenn Sie die letzte Zigarette des Tages im kuscheligen Fernsehsessel oder gar im Bett rauchen und darüber einschlafen, kann das brandgefährlich für Sie werden.

Denn hätten Sie gewusst, dass Zigaretten ein echter "Dauerbrenner" sind? Sie enthalten spezielle Brandmittel, die eine Kippe noch lange unbemerkt vor sich hin glimmen lassen können, bis sich ein Feuer entfacht. Bis dahin schlafen Sie schon längst tief und fest und bemerken den giftigen Rauch gar nicht. Das Einatmen bereits einer Lungenfüllung mit Brandrauch kann tödlich sein!

Besonders leichtsinnig ist es auch, in der Nähe von leicht brennbaren Flüssigkeiten zu rauchen - Benzin, Heizöl oder Lösungsmittel, wie z. B. Nagellackentferner, gehören zu den Gefahrenquellen. Denn die Dämpfe dieser Stoffe können sich explosionsartig entzünden und schwere Verbrennungen verursachen.

Vorsicht beim Grillen

Beim Grillen sollten Sie niemals Benzin oder Brennspiritus statt eines handelsüblichen Grillanzünders verwenden – es besteht Explosionsgefahr! Schnell kann die schöne Grillparty ein schreckliches Ende nehmen, wenn eine Stichflamme jemanden, vielleicht sogar ein Kind, schwer verletzt hat.

Brandgefahr besteht auch, wenn der Grill auf wackeligen Beinen steht oder Sie ihn nicht unter freiem Himmel aufstellen, sondern unter einem Baum oder auf ihrem Balkon.

Quelle:

www.im.nrw.de, Innenministerium des Landes Nordrhein-Westfalen
www.feuerwehr-nauheim.de, Freiwillige Feuerwehr Nauheim
www.feuerwehr-hannover.de, Merkblätter zum allgemeinen Brandschutz der Feuerwehr Hannover

Nach oben

Seite drucken
Seite weiterempfehlen
X

Aktie & Lesezeichen