Sicherheit Zuhause – mehr als Einbruchschutz und Brandschutz

Trickbetrüger, falsche Enkel, windige Geschäftemacher – sie nutzen die Hilfsbereitschaft und Unsicherheit der Hausbewohner, insbesondere von Senioren, aus.

Wehren Sie sich selbstbewusst dagegen. Folgende polizeilichen Empfehlungen können Ihnen dabei helfen.

Trickdiebstahl

Quelle: office.microsoft.com
Betrüger

Es klingelt an der Tür. Ein Fremder – ob Mann oder Frau – bittet um Hilfe, täuscht eine Notlage vor. Oder er gibt vor, eine Amtsperson zu sein. Oder er behauptet, Sie zu kennen.
Das Ziel der Personen ist es, in Ihre Wohnung zu gelangen und mitgehen zu lassen, was ihnen zwischen die Finger kommt – denn Sie können Ihre Augen einfach nicht immer überall haben.

Die Polizei rät:

  • Bevor Sie die Tür öffnen, vergewissern Sie sich, wer zu Ihnen will.
  • Öffnen Sie die Tür immer nur mit vorgelegter Türsperre.
  • Lassen Sie niemals Fremde in Ihre Wohnung.
  • Seien Sie misstrauisch bei Anrufern, deren Stimme Sie nicht kennen.
  • Übergeben Sie niemals Geld an Personen, die Sie nicht kennen.
  • Lassen Sie sich am Telefon keine Namen oder andere Informationen über Angehörige, Freunde und Bekannte entlocken.
  • Lassen Sie einen unbekannten Besucher nur herein, wenn Sie nicht alleine sind.
  • Nehmen Sie für Ihren Nachbarn nur Lieferungen entgegen, die er Ihnen angekündigt hat.
  • Bieten Sie bei einer angeblichen Notlage an, selbst nach Hilfe zu telefonieren oder das Gewünschte (Wasser, Schreibzeug) hinauszureichen. Lassen Sie Ihre Türe dabei immer durch die Türsperre gesichert.
  • Lassen Sie nur Handwerker herein, die Sie selbst bestellt haben oder die von der Hausverwaltung angekündigt wurden.
  • Fordern Sie von angeblichen Amtspersonen einen Dienstausweis. Prüfen Sie den Ausweis in Ruhe. 
  • Werden Besucher zudringlich, wehren Sie sich notfalls energisch.

Falscher-Enkel-Trick

Quelle: office.microsoft.com
falscher_Enkel

Das Telefon klingelt. Der Betrüger gibt sich als Verwandter, Enkel oder guter Bekannter aus und bittet wegen einer dringenden Notlage um Geld. Wenn Sie sich zur Geldübergabe bereit erklären, teilt Ihnen der angebliche Verwandte oder Bekannte mit, dass er nicht selbst kommen kann, sondern einen Ihnen unbekannten Freund schicken wird.

Die Polizei rät:

  • Seien Sie misstrauisch bei Anrufern, deren Stimme Sie nicht kennen.
  • Geben Sie keine Details Ihrer familiären oder finanziellen Verhältnissen preis.
  • Halten Sie bei einem Anruf mit finanziellen Forderungen mit Familienmitgliedern Rücksprache.
  • Übergeben Sie niemals Geld an Personen, die Sie nicht kennen.
  • Informieren Sie sofort die Polizei, wenn Ihnen eine Kontaktaufnahme verdächtig vorkommt. Notruf: 110.

Windige Geschäftemacher

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Haustürgeschäft

Zeitschriftenabos an der Tür verkauft, ein Telefonvertrag per Anruf abgeschlossen oder Gewinnversprechen bei Kaffeefahrten – Geschäftemacherei, die einen oftmals teuer zu stehen kommen.

Die Polizei rät:

  • Lassen Sie sich Zeit – unterschreiben Sie nichts unter Zeitdruck.
  • Unterschreiben Sie nichts, was Sie nicht durchgelesen oder genau verstanden haben.
  • Wenn Sie etwas unterschreiben, bitten Sie einen Bekannten als Zeugen dazu.
  • Achten Sie bei Haustürgeschäften auf das korrekte Datum und die Unterschrift – das Datum ist wichtig für Ihre Widerspruchsfrist.
  • Fordern Sie eine Vertragsdurchschrift, auf der Name und Anschrift des Vertragspartners deutlich lesbar sind.
  • Wenn Sie von einem Geschäft zurücktreten möchten, schicken Sie einen schriftlichen Widerruf per Einschreiben mit Rückschein binnen 14 Tagen ab Vertragsschluss an den Verkäufer.

Quelle:

Goldener Herbst, Programm Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes

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