SmartHome - Einbruchschutz und digitale Vernetzung

SmartHome beschreibt die digitale Vernetzung von Geräten im Haushalt. In die Vernetzung eingebunden werden, können Energieversorgung und Verbrauchssteuerung mit allen Haushaltsgeräten und Beleuchtung (Smart Metering). Vernetzt und z. B. per Smartphone gesteuert werden, können des Weiteren Heizkörper, Unterhaltungselektronik, Kommunikationstechnik, Alarmanlagen, Videokameras, Jalousien.

Mit Hilfe von SmartHome-Anwendungen können damit auch Maßnahmen zur Anwesenheitssimulation, BeleuchtungVideoüberwachung und Brandvorbeugung digital vernetzt und von PC, Tablet oder Smartphone zentral gesteuert werden.

Verschiedene Abläufe lassen sich dabei in programmierbaren Szenarien zusammenstellen, sodass z. B. elektrische Rollläden zu bestimmten Zeiten hoch- und heruntergefahren, die (permanente) Außenbeleuchtung abhängig vom Dämmerungsgrad betätigt sowie Lampen und Fernseher / Fake-TV zu verschiedenen Zeiten und in unterschiedlichen Räumen ein- und später wieder ausgeschaltet werden.

SmartHome-Anwendungen können mit Alarmanlagen kombiniert werden. Alarmanlagen werden unterschieden in Gefahrenmeldeanlagen und Gefahrenwarnanlagen. 
Gefahrenmeldeanlagen (Überfall- und Einbruchmeldeanlagen) sind ab VdS-Klasse A bzw. Grad 2 nach DIN EN 50131 empfehlenswert.
Gefahrenwarnanlagen (SmartHome) sollten nach DIN VDE V 0826-1 (mit zertifizierter App) geprüft sein.
Bei der Kombination von SmartHome-Anwendungen mit Alarmanlagen sollten die SmartHome-Anwendungen keine Steuerbefehle an die Alarmanlage geben können. Anders herum kann die Alarmanlagen aber im Alarmfall der SmartHome-Anwendung die Anweisung geben, eine definierte Beleuchtung zu aktivieren. Eine weitere Möglichkeit kann es sein, dass bei Scharfschaltung der Alarmanlage über die SmartHome-Anwendung die Spannung des Herds abgeschaltet oder das Ventil der Hauptwasserleitung geschlossen wird.
Zur sinnvollen Funktion der Alarmanlage muss die angedachte Sicherheitslösung auf den Nutzer, die räumliche Situation und das Schutzziel abgestimmt werden. Ratsam ist die fachgerechte Planung, Installation und Wartung solcher Systeme in die Hände von Fachbetriebe zu legen.

Über SmartHome-Anwendungen können des Weiteren auf das Smartphone die Kohlenstoffmonoxid-Konzentration in der Wohnungsluft gemeldet, Anfragen an der Tür-Gegensprechanlage weitergeleitet oder Bilder der Videoüberwachung zugeschickt werden.

Ebenso lassen sich per App für Schlüssel elektronischer Schließsysteme Schließberechtigungen vergeben und Schlösser statt mit einem Schlüssel mittels Fingerscan öffnen.

Besonders wichtig ist damit die Sicherheit der digitalen Vernetzung, der verwendeten Software und des Internetzugangs - sodass sich möglichst niemand unbefugt Zugang zum System und darüber zu Haus oder Wohnung verschaffen kann.

Achten Sie daher auf:

  • Sichere Passwörter für alle SmartHome-Komponenten
    -> Ändern Sie immer die werksseitigen Passwörter
    -> Setzten Sie Ihr Passwort aus möglichst vielen Zeichen wahllos zusammen
    -> Kombinieren Sie Groß- und Kleinbuchstaben sowie Ziffern und Sonderzeichen
    -> Beispiel: A26.bmU - Eselsbrücke: Am 26. beginnt mein Urlaub

  • WLAN-Verschlüsselung / Router-Sicherheit
    -> Nutzen Sie den aktuellsten Verschlüsselungsstandard (WPA2)
    -> Verwenden Sie ein sicheres, selbst erstelltes Zugangs-Passwort

  • Sicherheits-Software
    -> Installieren Sie eine Firewall und ein Virenschutzprogramm und achten Sie auf regelmäßige Updates

  • Richtiges Verhalten
    -> Lassen Sie die Geräte sich nicht automatisch, sondern nur, wenn Sie das wollen, mit dem Internet verbinden
    -> Minimieren Sie die Datenspeicherung auf das Notwendige
    -> Schalten Sie Geräte ab, wenn Sie sie nicht benötigen
    -> Achten Sie bei der Nutzung von Smartphone und Tablet im öffentlichen Raum darauf, dass niemand Ihre Dateneingaben ausspähen kann

 

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