Einbruchschutz: Wertsachen sichern

Einbrecher werden magisch angezogen, wenn sie durch ein Fenster Geld, Schmuck, Fotoapparat und andere Wertsachen sehen.

Empfehlung:
Lassen Sie Wertsachen nicht offen im Haus herumliegen. Wertsachen, die Sie nur selten brauchen – wie wichtige Dokumente, Gold oder besonderer Schmuck –, können in einem Bankschließfach sicher aufgehoben werden. Wertsachen, die Sie gerne im Haus haben möchten – wie Sparbücher, Bargeld oder Schmuck – sollten Sie in einem Wertbehälter aufbewahren.

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Für den Ernstfall: Die Wertgegenstandsliste

Liste

Die Polizei empfiehlt, eine Wertgegenstandsliste anzulegen. In eine solche Liste sollten die wichtigsten Daten des Gegenstandes eingetragen werden (z. B. Bezeichnung, Hersteller/Marke, Registernummer, individuelle Merkmale, Neuwert, Kaufdatum). 

Zudem sollten Sie Farbfotos der Wertgegenstände anfertigen. Sowohl die Wertgegenstandsliste als auch die Fotos (ob als Papierfoto oder digital z. B. auf einem Stick) sollten Sie sicher aufbewahren - bspw. im Bankschließfach.

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Zur Sicherheit Tresore

Geldkassetten und einfache Blechschränke sind nicht geeignet, um Einbrecher davon abzuhalten, den Inhalt oder gar das ganze Behältnis mitzunehmen.

Prüfplakette
Wenn Sie sich für einen Tresor entscheiden, dann sollten Sie ein Produkt  kaufen, das nach EN 1143-1 geprüft oder zertifiziert ist und mindestens den Widerstandsgrad WG 0 besitzt. Ein solches Wertbehältnis erkennen Sie an einer Prüfplakette, die von RAL, VdS oder ECB-S vergeben wurde.

Der Tresor sollte versteckt eingebaut werden. Prinzipiell können Tresore frei stehend oder fest eingebaut genutzt werden.
Wichtig: Weist der Tresor ein Eigengewicht unter 1000 kg auf, muss er gemäß der Herstellerangaben fest verankert – z. B. eingemauert – werden.

Schlüssel-Aufbewahrung
Um den Tresor zu verschließen, wird meist mit Schlüsseln oder einem Zahlenkombinationsschloss gearbeitet.
Verwahren Sie den Schlüssel oder einen Zettel mit der Zahlenkombination niemals in Ihrem Haus bzw. in Ihrer Wohnung. Die Täter kennen jedes Versteck und werden Schlüssel oder Zettel finden – dann ist der beste Tresor nutzlos.

Versicherungsschutz
Wenn Sie Wertgegenstände in Wertbehältnissen in Ihrem Haus oder Ihrer Wohnung aufbewahren, sollten Sie für den Fall eines Falles die Höhe des Versicherungsschutzes mit Ihrem Versicherer abklären.

Tipp: Lassen Sie sich vor der Anschaffung eines Tresors vom Fachberater der polizeilichen Beratungsstelle individuell beraten.

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Künstliche DNA?

Produktkennzeichnungstechnologien – häufig als „künstliche DNA“ bezeichnet – verfolgen die Idee, durch die Markierung von Wertgegenständen, den Täter von einem Diebstahl abzuschrecken bzw. bei einem dennoch erfolgten Diebstahl, sichergestellte Gegenstände eindeutig ihrem Besitzer wieder zuzuordnen.

Während die Markierung von Gegenständen mit „Mikropunkten“ meist ganz einfach vorgenommen werden kann, ergeben sich für die Analyse der „künstlichen DNA“ zahlreiche Hürden. Dazu gehören Themen wie Markierungsbeständigkeit, Datenschutz und Datensicherheit sowie legale Besitzweitergabe (z. B. Verkauf) genauso wie Fragen der Zugriffsmöglichkeiten von Polizeibehörden auf die entsprechenden Datenbanken und ihre bundesweite Ausstattung mit Detektions- und Auswertetechnik.

Da die Wirksamkeit der Produktkennzeichnungstechnologien zur Verhinderung von Einbruchdiebstählen bisher nicht belegt werden konnte und aktuell weder die erforderliche personelle noch die logistische Ausstattung bei der Polizei vorhanden ist, gehört „künstliche DNA" derzeit nicht zum Standard der polizeilichen Empfehlungspraxis.

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Quelle:

Ungebetene Gäste, Programm Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes
www.einbruchschutz.polizei-beratung.de, Programm Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes

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